
LES GEORGES LENINGRAD
SUR LES TRACES DU BLACK ESKIMO
TOM53 | released: 09/05/2005 | CD
Alternative Nation
Supa Dooba Neues aus der Abteilung "Weird & Crazy", auch bekannt genannt als Musik, die die Welt nicht braucht. Oder vielleicht doch? Warten wir es ab. Auf jeden Fall veröffentlicht das Trio Les Georges Leningrad aus Montreal, Kanada sein Zweitwerk mit dem Gaga-Titel Sur LesTraces De Black Eskimo zeitgleich zu dem von Oneida, was schon ungefähr andeutet wo es hingehen soll. In diesem Fall, dass wir uns mal wieder grob abgesteckt im Bereich Art-Punk bewegen. 1, 2, 3 wir hauen mal wild auf dem Equipment rum und schauen was dann passiert, so die Ecke... Les Georges Leningrad beherrschen die hohe Kunst von "Neben der Spur"-Mucke perfekt. Es scheint fast so, dass sie auf den Shows mit artverwandten Psychopathen wie Erase Errata, Le Tigre oder Ex Models jede Menge dazu gelernt haben, wie sie ihren Sound möglichst originell abgefuckt und dennoch funky klingen lassen. Und die Rechnung geht auf. Sur LesTraces De Black Eskimo ist gefüllt mit hyperventilierenden Vocals, hahnebüchenden Texten und (an)treibenden Psycho-Beats. Poney P (weiblich), Bobo Boutin and Mingo l`Indien sorgen mit ihrer "Hände hoch, dass ist ein Überfall"-Taktik zunächst für dicke Fragezeichen, ehe sie dem Hörer, sofern dieser noch bereit dazu ist, Einlass in ihr "Wir haben voll einen an der Waffel"-Kabinett gewähren. Dort findet man dann wahnwitzige Sponsorships, zerhackte Black Eskimos, das Wunderkind #2 (Nein, es ist wohl nicht Dirk Nowitzki) und jede Menge weiteren Nonsens. Auweia, das klingt ja mehr nach Qual anstatt Vergnügen, aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Denn je öfter man sich diese kranke Scheiße reinfährt, desto interessanter wird sie. Wer gewillt ist diesem grenzenlosen Klangexperiment eine zweite Chance zu geben, der wird schnell dessen Catchyness und die Genialität im Wahnsinn erkennen. Wie sagt man so schön? No Pain, No Gain. Richtig so. Weitermachen. Autor: Curt Keplin
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